
Anika Rabe-Depner von der Koordinierungsstelle Schule – Beruf und Heiko Jucks, Schulleiter des Hanse-Berufskollegs, an der Station “Elektro”.

Ein Schüler der Städtischen Realschule 1 in Detmold probiert sich an der Station “Soziales und Pädagogik”.
Neuer Parcours der Koordinierungsstelle Schule – Beruf (Schu.B) bringt zwölf Berufsfelder direkt in die Schulen im Kreis Lippe
Was liegt mir? Was kann ich gut? Und welcher Beruf könnte zu mir passen? Für Jugendliche sind diese Fragen oft gar nicht so leicht zu beantworten. Genau hier setzt der neue Parcours zur beruflichen Orientierung der Koordinierungsstelle Schule – Beruf (Schu.B) an.
Unter dem Motto „Try Jobs – find you“ wird Berufsorientierung praktisch, interaktiv und direkt erlebbar. Zu den ersten Erprobungsschulen gehören das HANSE-Berufskolleg in Lemgo und die Städtische Realschule 1 in Detmold. Schülerinnen und Schüler konnten die Stationen unter realen Bedingungen ausprobieren und erste Erfahrungen mit unterschiedlichen Berufsfeldern sammeln.
„Berufsorientierung lebt davon, dass Jugendliche eigene Erfahrungen machen. Sie sollen ausprobieren, ihre Stärken entdecken und dabei ganz ohne Druck herausfinden, welche Tätigkeiten und Berufsfelder zu ihnen passen“, sagt Anika Rabe-Depner von der Koordinierungsstelle Schule – Beruf.
Der Parcours richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 7 und umfasst zwölf interaktive Stationen. Dabei geht es nicht darum, möglichst früh eine endgültige Berufswahl zu treffen. Vielmehr können die Jugendlichen verschiedene Tätigkeiten kennenlernen, eigene Fähigkeiten entdecken und Interessen entwickeln.
Zwölf Stationen für vielfältige Einblicke
Das Angebot orientiert sich an den Berufsfeldern der Agentur für Arbeit und deckt ein breites Spektrum ab. Die Jugendlichen können sich unter anderem mit IT und Computer, Gesundheit, Elektro, Wirtschaft und Verwaltung, Verkehr und Logistik sowie Landwirtschaft und Natur beschäftigen. Weitere Stationen gibt es in den Bereichen Dienstleistung, Produktion und Fertigung, Bau und Architektur, Soziales und Pädagogik, Kunst, Kultur und Gestaltung sowie Metall und Maschinenbau.
Die Stationen sind in unterschiedliche Schwierigkeitsstufen gegliedert. Direktes Feedback und Möglichkeiten zur Selbstreflexion helfen den Schülerinnen und Schülern dabei, ihre eigenen Stärken und Interessen besser einzuschätzen.
Damit setzt der Parcours bewusst auf einen praktischen Zugang zur Berufsorientierung. Die Jugendlichen erhalten nicht nur Informationen über Berufe, sondern werden selbst aktiv. So können erste Ideen für die Berufsfelderkundungen und ein späteres Betriebspraktikum entstehen.
Berufsorientierung kommt direkt in die Schule
Ein weiterer Vorteil: Der Parcours findet direkt vor Ort in der eigenen Schule statt und kann flexibel in den Schulalltag integriert werden. Das Angebot ist für alle Schulformen ab Jahrgangsstufe 7 geeignet und wird von Mitarbeitenden der Koordinierungsstelle sowie den Lehrkräften der jeweiligen Schule begleitet. Die Buchung über Schu.B ist kostenlos.
Die Erfahrungen aus der Erprobung am HANSE-Berufskolleg in Lemgo und an der Städtischen Realschule 1 in Detmold zeigen, wie Berufsorientierung direkt im schulischen Alltag stattfinden kann. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Raum, verschiedene berufliche Möglichkeiten kennenzulernen und gleichzeitig mehr über die eigenen Fähigkeiten zu erfahren.
Denn Berufsorientierung beginnt nicht erst mit der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz. Sie beginnt viel früher: mit dem Entdecken eigener Interessen, dem Ausprobieren verschiedener Tätigkeiten und der Frage, wo die eigenen Stärken liegen.
„Try Jobs – find you“ lautet deshalb die Botschaft: ausprobieren, entdecken und den eigenen Weg finden.
Schulen, die den Parcours für ihre Schülerinnen und Schüler buchen möchten, können sich an die Koordinierungsstelle Schule – Beruf (Schu.B) der Lippe Bildung eG wenden.




